Justus Bier Preis 2020

Der mit 5.000 € dotierte Justus Bier Preis für Kuratoren – seit 2009 zum elften Mal vergeben – geht in diesem Jahr an die Kuratoren Jürgen Pech und Friederike Voßkamp


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und die Publikation:

 

Ute Stuffer und Axel Heil für das Projekt und die Publikation *Mondjäger: Nathalie Djurberg & Hans Berg im Dialog mit Asger Jörn,
*Kunstmuseum Ravensburg, 19.10.2019 – 16.02.2020

 


Aus der Begründung der Jury:


Der Justus Bier Preis widmet sich Ausstellungsprojekten und Publikationen, die durch eine originelle Themenstellung und eine fundierte fachliche Aufarbeitung beeindrucken. Beides ist nach Meinung der Jury mit dem Projekt /Mondjäger/ beispielhaft gelungen. Die auf den ersten Blick durchaus überraschende Kombination der Stop-Motion-Filme des schwedischen Künstlerpaares Nathalie Djurberg/Hans Berg (*1978) mit den Skulpturen und Gemälden des Dänen Asger Jorn (1914–1973) erweist sich dabei als hochproduktiver Ansatz, um überraschende und bislang nicht gesehene Parallelen in den beiden – auch zeitlich weit voneinander entfernte – /Œuvres/ freizulegen. Instruktiv und ohne jede didaktische Formatierung wird in der Ausstellung wie auch der begleitenden Publikation deutlich, wie sehr beide künstlerische Universen von dem Prinzip einer alles umfassenden Transformation und Metamorphose geprägt sind. Die starkfarbigen Knetfiguren Djurbergs, die sich in einem Prozess fortlaufender Ver- und Umformung befinden, erweisen sich auf dieser Ebene als generische Verwandte zu den expressiven Gestaltwandlern, die in den dynamisch bewegten Farbmassen und -strudeln Asger Jorns auftauchen. Beide Werke betreiben dabei eine kontinuierliche Vermischung zwischen tierischen und menschlichen Wesen, in der sich ein gemeinsames künstlerisches Plädoyer für das Animalische, Wilde, Ungezügelte und eine Absage an eine rein rationale Weltauffassung erkennen lässt. Auch im Hinblick auf die Rolle der Farbe als Ausdruck von existenzieller Befindlichkeit und das Bekenntnis zum Primat der Deformation wie auch der ästhetischen Grenzüberschreitung berühren sich die künstlerischen Positionen. Die Ausstellung, die von Ute Stuffer, Direktorin des Kunstmuseum Ravensburg, und Axel Heil entwickelt wurde, der mit dem von ihm und Roberto Ohrt verantworteten Projekt zu Aby Warburgs Mnemosyne-Atlas für das Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu Recht viel Beachtung erfahren hat, ordnet sich überzeugend in das programmatische Profil des Kunstmuseum Ravensburg ein, umfasst doch die am Haus befindliche Sammlung Selinka ein Konvolut von Arbeiten Asger Jorns. Die Publikation übersetzt mit klugem Layout durch das Studio S/M/L Berlin, instruktiven Bildvergleichen und substanziellen Textbeiträgen von Axel Heil, Katharina Dohm, Selima Niggl und Lucas Haberkorn auf vorbildliche Weise die Argumentationslinien der Ausstellung und macht sie damit auch im Medium des Buches nachvollziehbar.

 


Die Preisverleihung findet am 19. November 2021 im Kunstmuseum Ravensburg statt.


Die Preisträger*in:


Ute Stuffer (*1975) ist seit 2018 Direktorin des Kunstmuseums Ravensburg. Sie studierte Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe bei Wolfgang Ullrich und Beat Wyss. Anschließend als freie Mitarbeiterin am MNK (Museum für Neue Kunst in Karlsruhe), ab 2008 als Kuratorin am Kunstverein Hannover tätig. Ute Stuffer realisierte zahlreiche Einzelausstellungen u. a. mit Emeka Ogboh, Sophie Calle, Martha Jungwirth, Erik van Lieshout, Susan Philipsz, Christoph Girardet & Matthias Müller, Markus Schinwald, Leigh Bowery oder zum Werk Ernst Ludwig Kirchners. Als Ko-Kuratorin war sie für die Konzeption und Realisierung verschiedener thematischer Gruppenausstellungen verantwortlich u. a. Face it! Im Selbstgespräch mit dem Anderen, Digital Archives, Mental Diary, sowie als Mitglied des kuratorischen Teams der Ausstellung Made in Germany II/III. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Texte publiziert und trat als Herausgeberin verschiedener Publikationen in Erscheinung.


Axel Heil (*1965) ist Künstler, Kurator, Autor und seit 2001 Professor für „Experimentelle Transferverfahren und Artistic Research“ an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Er studierte Malerei in Karlsruhe, Paris und Den Haag, sowie Kunstgeschichte und Ethnologie in Heidelberg und Berlin. 1999 gründete er fluid, als Plattform für unterschiedlichste Aktivitäten. Seit 2008 Herausgeber der Serie „The Future of the Past“ (Buchhandlung Walther König, Köln), Monographien zu Künstler*innen der 1960er-Jahre. Das Themenspektrum seiner Essays reicht von Pablo Picasso bis Asger Jorn, Jacqueline de Jong und der Situationistischen Internationale, von John Armleder und Nathalie Djurberg bis zu einer ganz jungen Generation von Künstler*innen. Als Kurator und Co-Kurator entwickelte er zahlreiche Ausstellungen u. a. für das Museum Folkwang in Essen, die Deichtorhallen Hamburg – Sammlung Falckenberg, das Museum Jorn, Silkeborg, oder das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe. Die Forschungen von Roberto Ohrt und Axel Heil zur Rekonstruktion von Warburgs Bilderatlas mündeten 2020 in der Ausstellung „Aby Warburg – Bilderatlas Mnemosyne. Das Original im Haus der Kulturen“, Berlin, und der Publikation des Atlas in Zusammenarbeit mit dem Warburg Institute, London, und dem HK, Berlin, im Verlag Hatje Cantz.

Justus Bier Preis 2019

Der mit 5.000 € dotierte Justus Bier Preis für Kuratoren – seit 2009 zum elften Mal vergeben – geht in diesem Jahr an die Kuratoren Jürgen Pech und Friederike Voßkamp


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und die Publikation:

 

Ruth Marten - Dream Lover,
Max-Ernst Museum Brühl des LVR, 14.10.2018 - 24.2.2019

 


Aus der Begründung der Jury:


Die New Yorker Multimedia-Künstlerin Ruth Marten macht souverän die Grenzen zwischen künstlerischen Disziplinen wie auch zu angrenzenden Feldern durchlässig. Vom Ausgangspunkt als Tätowiererin her knüpft sie in meisterlichen Collagen, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen auf ebenso märchenhafte wie hochaktuelle Weise an DADA und Surrealismus, an Popkunst und Alltagsästhetik an und legt dabei eine schier überbordende Fantasie von subversiver Kraft an den Tag.

Das Max-Ernst Museum in Brühl widmete Ruth Marten kürzlich die erste museale Einzelausstellung in Europa und einen besonders liebevoll gestalteten Katalog, der Züge eines Künstlerbuches trägt, ohne dabei die Funktion als Medium übersichtlicher Information zu vernachlässigen.

Inmitten des künstlerisch reichen Rheinlands gelegen und umgeben von vielen herausragenden Museen und Ausstellungshäusern ist es dem Max-Ernst-Museum mit dieser Ausstellung einmal mehr auf exemplarische Weise gelungen, ausgehend vom Erbe Max Ernsts den Blick auf ein eigenwilliges, grenzgängerisches künstlerisches Werk zu richten und damit dem kunstinteressierten Publikum seine produktive Energie zu erschließen.


Die Preisverleihung findet am 12. März 2020 im Max Ernst Museum in Brühl statt.


Die Preisträger*in:


Dr. Jürgen Pech ( * 1956 ) studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Klassische Archäologie an den Universitäten in Gießen und Bonn. Seit 1981 kuratiert er Ausstellungen zu Max Ernst, zur Klassischen Moderne, zur zeitgenössischen Kunst und Fotografie. Seine Katalogbeiträge dazu erschienen im In- und Ausland.

Unter den eigenständigen Publikationen sind hervorzuheben: »Max Ernst – Fotografische Porträts und Dokumente« (1991), »Max Ernst – Graphische Welten« (2003), »Max Ernst – Plastische Werke« (2005) und zuletzt 2019 »Max Ernst – D-paintings – Zeitreise der Liebe«.

Seit 2006 ist Dr. Pech wissenschaftlicher Leiter des Max Ernst Museum Brühl des LVR.


Friederike Voßkamp M.A. (*1986) studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Öffentliches Recht an den Universitäten Heidelberg und Athen sowie Museologie an der École du Louvre Paris. Im Anschluss daran war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Beauftragte für die internationalen Partnerschaften am Institut für Europäische Kunstgeschichte in Heidelberg tätig. Von 2017 bis 2019 absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat im Max Ernst Museum Brühl des LVR und schloss danach ihre Dissertation zum Motiv der Vier Jahreszeiten im 18. und frühen 19. Jahrhundert ab. Gegenwärtig ist sie Referentin bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn.

 

Justus Bier Preis 2018

Der Justus Bier Preis für Kuratoren und Kuratorinnen –  seit 2009 zum 10. Mal vergeben – geht in diesem Jahr an Inke Arns, Igor Chubarov und Sylvia Sasse


Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und die Publikation:

 

Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes,
Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U, 25. November 2017 – 8. April 2018

 


Aus der Begründung der Jury:


Der Justus Bier Preis widmet sich Ausstellungsprojekten und Publikationen, die durch eine originelle Themenstellung und eine fundierte fachliche Aufarbeitung beeindrucken. Beides ist nach Meinung der Jury mit dem Projekt Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes hervorragend gelungen.


Die Ausstellung Sturm auf den Winterpalast – Forensik eines Bildes liefert eine konzentrierte und zugleich komplexe Analyse einer einzigen Fotografie und ihrer Anwendungsmöglichkeit auf die heutige Zeit. Zum 100. Jubiläum der russischen Oktoberrevolution richtete der Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U ab November 2017 eine von Inke Arns und Sylvia Sasse kuratierte Ausstellung aus, die sich mit dem Symbolbild dieser Revolution, einer Schwarzweißfotografie der Erstürmung des St. Petersburger Winterpalastes, beispielhaft auseinandersetzte.


Obwohl die Aufnahme das historische Ereignis nicht abbildet, sondern ein Standbild von einem Massenspektakel zum 3. Gedenktag der Revolution 1920 ist, wurde es aus verschiedenen Gründen immer wieder als fotografischer Beweis der revolutionären Handlung benutzt, veröffentlicht und ausgestellt. Das Schauspiel dauerte 75 Minuten, über 10.000 Schauspieler und Statisten führten es vor über 60.000 Zuschauern am Originalort auf.


Die Kuratorinnen haben neben der in der Sowjetzeit zur Ikone gewordenen Aufnahme weitere Standbilder und einen Film der theatralen Wiederaufführung auf Manipulationen, Zuschreibungen und Anwendungsarten untersucht.


Die Ausstellung und das sie begleitende, umfangreiche, mit zusätzlichem Material versehene, und in Zusammenarbeit mit Igor Chubarov herausgegebene Buch, das auch zahlreiche Originaltexte der Mitglieder des Regiekollektivs um Nikolaj Evreinov, zeigen auf beeindruckende Weise Parallelen zwischen der Medialisierung des historischen Ereignisses und aktuellen politischen Situationen auf. Die Kuratorinnen der Ausstellung leisten so eine beeindruckende und präzise Aufklärungsarbeit bei der Konstruktion politisch motivierter Narrative.


Die Preisträgerinnen:


Dr. Inke Arns (*1968), Direktorin des HMKV in Dortmund. Seit 1993 freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen, Osteuropa. Nach einem Aufenthalt in Paris (1982-1986) Studium der Slavistik, Osteuropastudien, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und Amsterdam (1988-1996), 2004 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin.


Sie kuratiert(e) Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. am Bauhaus (Dessau), n.b.k. (Berlin), in der Moderna galerija (Ljubljana), Künstlerhaus Bethanien (Berlin), Karl Ernst Osthaus Museum (Hagen), Museum of Contemporary Art (Belgrad), Centre for Contemporary Arts – CCA (Glasgow), KW Institute for Contemporary Art (Berlin), Videotage (Hong Kong), Museum of Contemporary Art Vojvodina (Novi Sad), Centre for Contemporary Art Zamek Ujazdowski (Warschau), Contemporary Art Centre CAC (Vilnius), La Panacée (Montpellier), Jeu de Paume (Paris), Autocenter (Berlin), Kunsthall Charlottenborg (Kopenhagen), Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Muzeum Sztuki (Łodz), NCCA (Jekaterinburg).


Gemeinsam mit Igor Chubarov und Sylvia Sasse hat sie 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben. 2020 wird die Publikation zudem auf Russisch erscheinen.


Sie ist Autorin zahlreicher Beiträge zur Medienkunst und Netzkultur und Herausgeberin von Ausstellungskatalogen. Bücher: Neue Slowenische Kunst (NSK) – eine Analyse ihrer künstlerischen Strategien im Kontext der 1980er Jahre in Jugoslawien (2002), Netzkulturen (2002), Objects in the mirror may be closer than they appear! Die Avantgarde im Rückspiegel (2004).


Prof. Dr. Igor Chubarov (*1965) ist Philosoph und Professor an der Staatlichen Universität Moskau. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften und Redakteur des Magazin Logos. Er publizierte zu Moderner Kunst und Proletarischer Kunst der frühen Sowjetunion, Geschichte der russischen Philosophie, Theorien der Macht, Theorie der Maschinen, Medientheorie und Evreinov.


Studium der Philosophiegeschichte an der Lomonossov-Universität Moskau, Doktorarbeit 1996 zum Thema Phänomenologische Philosophie in Russland. Ph.D. zum Thema Kollektive Sinnlichkeit der linken Avantgarde. Verleger des Logos-altera-Verlags (Moskau). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Abt. Analytische Anthropologie (2001-2017). Fellow von Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Berlin, 2002 – 2003). Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Berlin, 2006 – 2008). Direktor des Instituts für Sozial- und Geisteswissenschaften der Tjumen Staatsuniversität


Gemeinsam mit Inke Arns und Sylvia Sasse hat er 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben.


Er ist Autor verschiedener Bücher und Artikel, u.a.: Kollektive Sinnlichkeit: die Theorie und Praxis der linken Avantgarde (Kollektivnaja tchuvstvennost': teorii i praktiki levogo avangarda), Мoskau: HSE Publishing House, 2014. – 344 s., Walter Benjamin. Lehre vom Ähnlichen. Medienästhetische Schriften. Hrsg. und Nachwort I. Chubarov (mit I. Boldirev), Moskau: RUSH. 2012, Die Erfahrung der unbewussten Mimesis in der Ornamentik der russischen Avantgarde, Paragrana: Internationale Zeitschrift Historische Anthropologie. Berlin. Band 23, Heft 2. 2014. S. 115-127, Anthropologie der Maschine. Die ‚literarischen‘ Maschinen Andrej Platonovs. In: Hans-Christian von Herrmann u.a. (Hg.): Maschinentheorien/Theoriemaschinen. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2012. S. 83-96, Interview mit Kerstin Holm: Das Denken im Straflager begreifen, FAZ. 28.10.2016.


Prof. Dr. Sylvia Sasse (*1968) ist Professorin für Slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Sie ist Kodirektorin des Zentrums für Künste und Kulturtheorie (ZKK), Mitglied des Zentrums für Geschichte des Wissens (ZGW) und Mitherausgeberin von Geschichte der Gegenwart. (www.geschichtedergegenwart.ch)


Sasse studierte Slavistik und Germanistik in Konstanz und St. Petersburg und promovierte mit einer Arbeit zur Sprachphilosophie des Moskauer Konzeptualismus 1999 in Konstanz. Danach forschte sie an der Universität Berkeley, am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin und an der Freien Universität Berlin, wo sie 2005 mit einer Arbeit zum Beichten in der russischen Literatur habilitierte. Das Buch Wortsünden. Beichten und Gestehen in der russischen Literatur erschien auf 2009 Deutsch und 2012 Russisch.


Bevor sie auf den Lehrstuhl für Slavistische Literaturwissenschaft nach Zürich wechselte, war sie Professorin für Slavische Literaturen und Kulturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Literatur-, Theater- und Performancetheorie sowie der Verbindung von Recht und Literatur. 2014 bekam sie für das Forschungsprojekt Performance Art in Eastern Europe: History and Theory (1950-1990) einen ERC-Grant. 2017 kuratierte sie gemeinsam mit Inke Arns die Ausstellung Sturm auf den Winterpalast in Zürich, Dortmund und Łodz.


Gemeinsam mit Inke Arns und Igor Chubarov hat sie 2017 das Buch Nikolaj Evreinov & andere. Der Sturm auf den Winterpalast auf Deutsch und Englisch bei diaphanes herausgegeben und zudem Nikolaj Evreinovs theatertheoretische Schriften Theater für sich in einer deutschsprachigen Edition publiziert.


Sie ist Autorin verschiedener Bücher und Artikel, u.a. Wortsünden, München 2009 (russ. Übersetzung Moskau 2012), Michail Bachtin zur Einführung, Hamburg 2010, 2. Auflage 2018, Subversive Affirmation. Kritik der Kritik revisited (2019 bei diaphanes in Deutsch und Englisch).


Die Kuratoren*innen teilen sich den Preis, der mit insgesamt € 5.000,- dotiert ist.


Die Preisverleihung findet am 29. März 2019 im Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U statt.